Ano Mera ist der zweite historische Ort auf
Mykonos. Er liegt abseits der Strände im
Inselinnern und ist tagsüber fast
touristenfrei. Nur abends kommt man aus den
Küstenorten gern hierher, um auf dem großen
Dorfplatz in echt griechischer Atmosphäre
abseits der Schickeria ländlich zu essen.
Zwei Klöster sind die historischen
Sehenswürdigkeiten von Ano Mera.
| Das Männerkloster Panagia Tourliani liegt
direkt am Dorfplatz. Mönche von der Insel
Paros gründeten es 1542, die Bauten stammen
aus dem Jahr 1767.
Drei Mönche leben noch
hier. Besonders schön ist der Glockenturm,
den naive Reliefs schmücken, die neben der
Jungfrau Maria und Seraphimen auch einen
Bauern, einen Mönch und einen Abt in ihren
jeweils typischern Gewändern zeigen.
An der Ikonostase in der Klosterkirche sind schöne
Holzschnitzereien zu sehen, auch der
geschnitzte Bischofsthron ist gute Arbeit. |
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Im Kloster Paleokastro lebt nur noch eine
einzige Nonne. Das Tor in den wehrhaften
Mauern öffnet sie nach Lust und Laune,
verschließt es aber auf jeden Fall, sollte
sich ein Bus mit einer Touristengruppe
nahen. Wer die Nonne nicht fotografiert,
kommt aber gut mit ihr ins Gespräch, das sie
Englisch exzellent beherrscht.
Kunsthistorisch Wertvolles gibt es nicht zu
sehen, aber die vielen Blumen im Klosterhof
und die Sucht der Nonne, alles mögliche im
Kloster mit Blümchen zu bemalen, machen
einen Besuch äußerst stimmungsvoll. |